28.06.2009

Heuwickel als Wellnessbehandlung

Frisch gewickelt

Foto: www.cipra.de
Heu riecht verführerisch, da es bei vielen Menschen wohlige Assoziationen hervorruft. Pieksig ist es dennoch, wenn man sich in den frisch gemähten Gräsern, Feldblumen und Kräutern im Heuschober vergnügt. Doch einem Bad im Heu werden nach alter Überlieferung auch heilende Kräfte zugeschrieben.

Damit ein Heubad zum Wellnesserlebnis und auch für die Haut ein Vergnügen wird, wurde der Heuwickel entwickelt. Dafür wird das kleingehäckselte Heu in Baumwoll- oder Leinentücher eingenäht. Das fertige Heukissen wird dann in Wasser eingelegt und anschließend in einem speziellen Dampfofen eine Weile erhitzt. Wenn der angewärmte Wickel dann auf die nackte Haut gelegt bzw. als Ganzkörperwickel um die unbekleidete Kundin gewickelt wird, sollte er etwa 50 Grad Celsius betragen. Um die Wärme und den Heugeruch länger zu konservieren, kann zur Isolation ein Gummituch um das Heukissen gelegt werden.

Die Wirkung: Entspannung pur, schmerzlindernd und entkrampfend (zum Beispiel bei Magen-, Darm- oder Unterleibsbeschwerden), fördert die Durchblutung und stärkt das Immunsystem. Die in den Blumen und Kräutern enthaltenen ätherischen Öle pflegen außerdem die Haut. Für Menschen mit Herz- und Kreislaufbeschwerden oder Rheuma sind Heuwickel jedoch nicht geeignet. Ebenso wenig für Patienten mit entzündlichen Hauterkrankungen.