Frauen-Power?

Dauerstress macht krank

Buchtipp: Das Rushing Woman Syndrom

Foto: © TRIAS Verlag

19.04.2017

Die Kinder zur Schule bringen, rechtzeitig zum Meeting im Büro sein, bloß nicht den Arzttermin vergessen und abends die beste Freundin treffen – viele Frauen hetzen von einem Termin zum nächsten. Die Biochemikerin Dr. Libby Weaver, Bestseller-Autorin aus Australien, hat erforscht, warum Frauen heute mehr denn je in Eile sind und welche gesundheitlichen Folgen das für sie hat. Sie hat dafür den Begriff des „Rushing Woman Syndrom“ geprägt. In ihrem gleichnamigen Ratgeber erklärt sie, wie sich der Dauerlauf im Hamsterrad auf das Seelenleben auswirkt, welche gesundheitsschädigenden biochemischen und hormonellen Prozesse er im Körper auslöst und wie frau dem entgegenwirken kann.

Permanenten Dauerstresses erleben viele Frauen tagtäglich. Doch welch großen Schaden diese Form von Stress auch auf körperlicher Ebene gerade bei Frauen anrichtet, ist weitgehend unbekannt. „Das Gefühl ständig in Eile zu sein, schadet der Gesundheit der Frau massiv und auf nie dagewesene Weise“, weiß Dr. Libby Weaver, die in Australien auch als „Dr. Libby“ bekannt ist. Dauerstress hat Einfluss auf zahlreiche Organe, auf Stoffwechselprozesse, die Verdauung, auf das Nervensystem, die Emotionen und auf den Hormonhaushalt. Die Auswirkungen, die Dr. Libby unter dem von ihr geprägten Begriff des „Rushing Woman Syndrom“ zusammenfasst, sind unter anderem Fruchtbarkeitsstörungen, Übergewicht oder das Prämenstruelle Syndrom PMS.

Stress beeinflusst die Verdauung: Stress kann zu Blähungen, Verdauungsprobleme oder Reizdarmsymptomen führen. Denn unter Stress schüttet der Körper Adrenalin aus.  Der Körper leitet das Blut in Arme und Beine und nicht zum Verdauungstrakt, um uns auf Kampf oder Flucht vorzubereiten. „Das, was in diesem Stadium im Verdauungssystem ankommt, kann nicht angemessen verdaut werden. Denn essen wäre jetzt aus körperlicher Sicht reine Ablenkung, weil es aktuell wichtiger ist, einer ‚Bedrohung‘ zu entgehen, als die nächste Mahlzeit sicherzustellen“, erklärt Dr. Libby die Vorgänge im Körper.

In ihrem Ratgeber erfahren Frauen, wie eng gesundheitliche Störungen mit dem verknüpft sind, was sie sich täglich auflasten. „Die gute Nachricht: Es gibt zahlreiche Wege, das Problem zu lösen. Der erste Schritt ist, die Hintergründe zu verstehen, festgefahrene Einstellungen und Verhaltensmuster zu reflektieren und individuelle Lösungsstrategien zu entwickeln“, so in Australien renommierte Ernährungswissenschaftlerin und Biochemikerin. „Unser Wunsch, besser auf uns zu achten, erscheint uns mitunter wie ein unerreichbarer Traum. Doch jedes noch so verknotete Knäuel hat zwei Enden. Suchen Sie eines davon“, fordert Libby ihre Leser auf.

Literaturangaben: Dr. Libby Weaver: „Das Rushing Woman Syndrom. Was Dauerstress unserer Gesundheit antut“, TRIAS Verlag, Stuttgart 2017, ISBN Buch: 9783432104331, 19,99 EUR (Erscheinungstermin: 26.04.2017)