28.05.2007

Forschung: Neue Erkenntnisse zu Alterungsprozessen

Foto: Pixelio
Unter dem Titel "Umweltinduzierte Alterungsprozesse" richtet die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf zum 1. Juli einen neuen Sonderforschungsbereich ein. Insgesamt fördert die DFG zu diesem Termin elf neue Sonderforschungsbereiche, von denen zwei in NRW angesiedelt sind.

Altern ist eins der am wenigsten verstandenen Phänomene der menschlichen Biologie. Nach einer allgemein akzeptierten Theorie entsteht Altern aus einer Summe verschiedener Mechanismen, die die Lebensdauer von biologischen Systemen (Zellen, Organen und Organismen) begrenzen. Um welche Abläufe es sich handelt oder wie sie beeinflusst werden könnten, ist zur Zeit allerdings kaum bekannt. In unserer Gesellschaft tritt aber bei steigender Lebenserwartung der natürliche Alterungsprozess immer deutlicher zutage und gewinnt als Erkrankungs- und Todesursache an Bedeutung. Die Beherrschung vieler der medizinischen Probleme des hohen Alters bleibt jedoch bislang offen. Der neue Sonderforschungsbereich möchte zur Umkehr dieses bedrohlichen Trends beitragen.

Die beteiligten Wissenschaftler wollen Alterungsmechanismen auf molekularer Ebene aufklären. Forschungsergebnisse sollen modellhaft auf ganze Organe, unter besonderer Berücksichtigung der Haut, auf Organismen und letztlich auf den Menschen übertragbar sein. Sie dienen als Grundlage für pharmakologische Konzepte der Vorbeugung und Behandlung medizinischer Probleme des Alterns.
Kontakt: Prof. Dr. Jean Krutmann, Institut für Umweltmedizinische Forschung an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. (Quelle: IDW)