01/07/2008

Forschung: Haut und Ernährung

Foto: pixelio
Der Zusammenhang zwischen gesunder Ernährung und gesunder Haut ist nicht zu bezweifeln. Unser Hautbild lässt sich sowohl positiv als auch negativ von unserem Ernährungsverhalten beeinflussen. Es ist bekannt, dass bestimmte Lebensmittelstoffe sensibel auf das Erscheinungsbild der Haut reagieren: Wer zum Beispiel unter Rosazea bzw. Couperose leidet, sollte möglichst auf scharfe Gewürze verzichten. Wer eine unreine und fettige Haut besitzt, sollte (raffiniert) Zuckerhaltiges vom Speiseplan streichen.

Neuere Studien haben ergeben, dass sich auch die schwer diagnostizierbare Autoimmun-Krankheit Zöliakie auf das Hautbild auswirken kann. Die Zöliakie (im Volksmund: Getreideunverträglichkeit) beruht auf einer oralen Intoleranz gegenüber Weizen, Roggen, Gerste und Hafer – bzw. dem glutenhaltigen Klebereiweiß. Es kommt zu einem entzündlichen Prozess im Dünndarmgewebe, der vielerlei Beschwerden wie Muskelschjwäche, Durchfall oder Bauchschmerzen auslösen kann.

Die Zöliakie kann neben dem Darm auch andere Organe betreffen – unter anderem unser größtes Organ: die Haut. Es können Hauterscheinungen auftreten wie die Dermatitis herpetiformis – ein juckendes Exanthem, das vor allem an den Streckseiten auftritt. Neben einer reizarmen Hautpflege für sehr sensible Haut hilft nur eine konsequent eingehaltene Diät in Form von absolut glutenfreier Ernährung. Vorsicht: Auch in Lippenstiften (oder Zahnpasta!) können Spuren von Gluten enthalten sein. (Quelle; Prof. Dr. K.-P. Zimmer/Univ. Gießen)