09.09.2012

Was Fingernägel verraten (Quelle: NetDoktor)

Fingernägel: Spiegel der Gesundheit

Foto: © Christoph Hähnel / Fotolia
„Zeige mir deine Hände und ich sage dir, wie es dir geht“ – dabei ist nicht vom astrologischen Lesen der Handlinien die Rede, sondern von den Fingernägeln. Form und Beschaffenheit des Nagels können nämlich einiges über den Gesundheitszustand des Besitzers aussagen:

Brüchige Fingernägel: Fingernägel, die Splittern und leicht abbrechen, gehören zu den häufigsten Nagelproblemen, vor allem bei Frauen. Nur selten ist das wirklich Anzeichen eines Mangels, zum Beispiel von Eisen, Zink oder Kalzium. Oft zeigt es vor allem eine starke Beanspruchung der Hände. Wer oft mit Haushaltsreinigern und Wasser hantiert, wäscht die Fett- und Kittsubstanzen seiner Nägel regelrecht aus. Jetzt sind die sie außerdem leichte Beute für Hautpilze und Infektionen durch Bakterien.

Längsrillen in den Nägeln: Längsrillen sollten geben keinen Grund zur Sorge, dabei handelt es sich um normale Alterungserscheinungen.

Querrillen der Nägel: Sie können entstehen, wenn das Wachstum der Nägel behindert wurde. Ursache kann zum Beispiel eine Verletzung der Nagelhaut sein. Das passiert oft, wenn etwa am Nagelbett geknibbelt wird oder eine Maniküre nicht gut durchgeführt wird. Ebenso kommt ein grippaler Infekt oder eine Chemotherapie als Auslöser in Frage.

Kleine Grübchen in der Nageloberfläche: Die sogenannten Tüpfelnägel haben meist Patienten mit Schuppenflechte (Psoriasis). Die Betroffenen haben meist auch "Ölnägel" mit gelben Flecken, die farblich an einen Öltropfen erinnern.

Weiße Flecken: Dabei handelt es sich um harmlose Hohlräume, die zwischen Hornschicht und Nagelschicht auftreten. Meiste werden sie durch kleine Verletzungen wie Stöße oder wenn die Nagelhaut unsachgemäß zurückgeschoben wird, verursacht. Die Flecken wachsen in den meisten Fällen einfach raus.

Bläulich-Schwarze Flecken: Durch einen Stoß oder Schlag kann ein Blutgefäß platzen, ein Bluterguss entsteht. Das ist in den meisten Fällen Auslöser für die Verfärbung. Geht der dunkle Fleck allerdings nicht weg, ist dringend ein Hautarzt zu kontaktieren. Denn es könnte sich um Hautkrebs handeln.

Gelbliche Verfärbung: Tritt die gelbe Farbe vor allem in Verbindung mit brüchigen Spitzen und einer zunehmenden Verdickung der Nagelplatte auf, kann das auf einen Befall mit Hautpilzen hindeuten. In diesem Fall hilft ein Hautarzt. Denn die Therapie muss sorgfältig durchgeführt werden, damit die nicht andere Nägel anstecken. Auch das Halten von Zigaretten kann gelbe Verfärbungen an den Fingern zur Folge haben.

Blasse Nägel: Sind die Nägel sehr blass, kann das ein Zeichen für Blutarmut sein. Von der mangelnden Durchblutung sind vor allem Diabetiker, aber auch Raucher betroffen.

Uhrglasnägel: Sind die Nägel aufgewölbt, kann das auf eine chronische Sauerstoffunterversorgung hindeuten. Uhrglasnägel sind zum Beispiel bei Erkrankungen wie Mukoviszidose aber auch bei Lungenkrankheiten wie Lungenemphysem oder Lungenfibrose zu beobachten.

Abgekaute Fingernägel: Manche Menschen knabbern an ihren Nägeln. Dabei kann es sich um eine "liebgewonnene" Gewohnheit handeln. Andere kompensieren so Stress. Wer seine Zähne nicht von den Nägel lassen kann, sollte das mit seinem Arzt besprechen. Die seelischen Ursachen sollten gelöst werden.