21.09.2004

Messe-Düsseldorf GmbH

Farbenpsychologie für die Instituts- und Praxisgestaltung

Farbenkreis
Farben beeinflussen unser Leben stärker, als uns bewusst ist. Sie lösen eine Vielzahl von Assoziationen, Emotionen und Reaktionen aus und können gute Laune oder Missbehagen wecken. Auch in der Arbeitswelt steht heute fest, dass sich durch schön gestaltete, farbige Räume nicht nur die Stimmung, sondern auch die Leistungsfähigkeit der Menschen günstig beeinflussen lässt. Das gilt natürlich um so mehr für Räumlichkeiten in Praxen, Kosmetik- oder Wellness-Instituten, in denen das Wohlfühlambiente Teil der Behandlung sein sollte.

Bei einem neuen Anstrich der Räume ist also eine genaue Farbplanung wichtig. So sollten die Assoziationen der Menschen zu Farben ebenso wie ihre Reaktionen darauf Berücksichtigung finden. Die Signalfarbe Rot ist eine dominierende Farbe, die das Ambiente wärmer erscheinen lässt und physiologische Wirkungen wie Kraft, Lebensfreude, Dynamik und Leidenschaft ausübt. Gelb ist ebenfalls eine Signalfarbe, weil es die Aufmerksamkeit auf sich zieht, wirkt aber - hell abgetönt - in Institutsräumen beruhigend und zugleich aktivierend. Die warme Farbe Orange belebt und steigert die Antriebskräfte, großflächig eingesetzt macht es den Raum jedoch kleiner. Blau ist eine kühle Farbe, kann die Konzentration steigern, aber auch melancholisch stimmen. Ein dezentes Blau wirkt harmonisch - je heller, desto intensiver die positive Wirkung. Grün wirkt ausgeglichen, beruhigend und Stress abbauend und gibt den Räumen Frische. Räume in Brauntönen vermitteln ein Sicherheits- und Geborgenheitsgefühl und sorgen in hellen Abtönungen für eine idyllische Atmosphäre.

Für die richtigen Farbkombinationen sollte man sich an dem Farbenkreis orientieren, an dem sich zu jeder Farbe im gegenüber liegenden Abschnitt die (harmonisch passende) Komplementärfarbe befindet. Interessierten ist das Buch "Die Macht der Farben" von Harald Braem (Wirtschaftsverlag Langen Müller/Herbig, 2004) zu empfehlen.