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Ganzheitliche Dermatologie: Was steckt hinter Hautsymptomen?

Muße ist zu einer bedrohten Ressource geworden. Im täglichen Hamsterrad kommen viele kaum noch zur Ruhe und Hektik breitet sich immer mehr aus. Handy, E-Mail und Internet lassen uns überall erreichbar sein und setzen uns unter den Erwartungsdruck der ständigen Verfügbarkeit. Das erzeugt Stress: Immer mehr Menschen haben das Gefühl, nicht mithalten zu können, das Wesentliche zu verpassen und die Kontrolle über ihr Leben zu verlieren.

Hirnforschung und Psychologie belegen mittlerweile eindrucksvoll, wie wichtig Momente des bewussten Nichtstuns sind. Sie fördern nicht nur die Regeneration und stärken das Gedächtnis, sondern sind auch Voraussetzung für Einfallsreichtum und Kreativität. Im sogenannten „Leerlauf“ muss das Gehirn einmal nicht auf äußere Reize reagieren, sondern kann sich vorwiegend seiner inneren Dynamik überlassen. Da werden Netzwerke aus Nervenzellen neu organisiert, das Gedächtnis sortiert und Gelerntes verarbeitet. Und dies scheint, ähnlich wie der wöchentliche Hausputz in der Wohnung, unabdingbar für das reibungslose Funktionieren unseres Denkens und unser psychisches Gleichgewicht zu sein.

Intensiv hat sich Ulrich Schnabel mit dieser Thematik beschäftigt. Er beschreibt die Ursachen der allgemeinen Zeitnot und erklärt, wo und wie wir auch heute noch Inseln der Ruhe finden.

Freitag, 4. März 2016, 15.00 Uhr
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Ulrich Schnabel

Vita

Ulrich Schnabel studierte Physik und Publizistik und arbeitet als Wissenschaftsredakteur der Wochenzeitung DIE ZEIT. Für seine Artikel über Hirn- und Bewusstseinsforschung und andere Themen wurde er mehrfach mit Preisen ausgezeichnet.

Ebenso engagiert ist er als Autor wissenschaftlicher Bücher. Sein Buch „Muße – Vom Glück des Nichtstuns“ ist seit Jahren als Best- und Longseller erfolgreich. „Die Vermessung des Glaubens“ wurde zum Wissenschaftsbuch des Jahres gewählt. In seinem neuesten Buch „Was kostet ein Lächeln?“ schreibt er über die Macht der Emotionen in unserer Gesellschaft.
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