15.01.2008

Erfüllung durch Verzicht

Bodensee, Ausblick von der Klinik Buchinger/Foto:R.Lüer
„Wer stark, gesund und jung bleiben will, sei mäßig, übe den Körper, atme reine Luft und heile sein Weh eher durch Fasten als durch Medikamente.“ (Hippokrates, 460-370 v.Chr.) So alt diese Weisheit vom Urvater der abendländischen Medizin ist, so aktuell ist sie: Wer fastet, will nicht in erster Linie abnehmen, sondern den Körper „von Altlasten befreien“ und die Seele streicheln.

Die Methode „Fasten für Gesunde“, die zum Beispiel in den Buchinger Kliniken am Bodensee angeboten wird, hat dabei auch noch angenehme Nebenwirkungen: Beim Fasten purzeln nicht nur die Pfunde und steigt die Stimmung, sondern auch das Erscheinungsbild der Haut verjüngt sich.

Das Fastenprogramm nennt sich „Heilfasten für Gesunde“, auch wenn die ursprüngliche Methode als therapeutisches Konzept für Kranke entwickelt wurde, um die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Geboren wurde die Idee des Heilfastens vor knapp einem Jahrhundert. Der Arzt Dr. Otto Buchinger entdeckte im Jahre 1919, als er schwer an rheumatischem Fieber erkrankte, dass eine dreiwöchige Fastenzeit seine entzündeten Gelenke gänzlich heilen konnte. Die Fastenmethode, die Buchinger daraufhin entwickelte und die bis heute mit seinem Namen verknüpft ist, ist ein Konzept, das Körper, Geist und Seele umfasst. So orientiert sich auch die heutige Buchinger Behandlungsmethode am ganzen Menschen – ob präventiv oder therapeutisch - und verspricht, dass der Fastende nicht nur gesünder, sondern auch glücklicher wird.