18.09.2014

Wala-Pflanze des Monats: Hopfen

Ein guter Hopfen

Foto: Wala Arzneimittel GmbH

Foto: Wala Arzneimittel GmbH

Nicht nur für Freunde des beliebten Kaltgetränks ist er wertvoll, der Hopfen kann mehr als nur „lecker Bier“: Hopfen besitzt mehrere Wirkungsrichtungen. Er ist neben Baldrian eines der wichtigsten pflanzlichen Mittel gegen nervöse Erregung, Einschlafstörungen und leichte Depressionen. Zudem regt er den Appetit an, wirkt antibakteriell und entzündungshemmend.

Die Homöopathie setzt Hopfen zusätzlich als Magenmittel bei nervös bedingten Magenbeschwerden ein. Die Hausmedizin verwendet ihn bei Blasenentzündungen und behandelt mit ihm Geschwüre und Hautverletzungen.
Hopfen, als Rezeptbestandteil des Bieres, ist nicht nur für den würzigen Geschmack verantwortlich, sondern verbessert zudem die Schaumfestigkeit und die Haltbarkeit des Bieres. Für die Bierherstellung verwendet man ausschließlich die weiblichen Blüten, die allerdings nicht befruchtet sein dürfen. Gelangen Samen in das Bier, fällt der Schaum wesentlich schwächer aus. Deshalb nehmen die Hopfenanbauer nur weibliche Pflanzen in Kultur. Das größte Anbaugebiet für Hopfen weltweit ist übrigens Deutschland.

Die Geschichte des Bieres geht weit zurück, wobei man unter Bier im weiteren Sinne ein alkoholisches Getränk versteht, das man aus vergorenem Getreide braut. Bereits die Sumerer, die etwa 4.000 bis 2.000 vor Christi Geburt lebten, übten sich in der Braukunst. Auf einer Tontafel, die im heutigen Irak gefunden wurde, ist das älteste Bierrezept eingeritzt. Für Ägypter war Bier neben Brot ein Grundnahrungsmittel. Auch in Mitteleuropa soll bereits im 16. Jahrhundert vor Christi Geburt ein bierähnliches Getränk gebraut worden sein.

Die medizinische Bedeutung des 2007 zur Arzneipflanze des Jahres gekürten Hopfens wurde in Europa erst verhältnismäßig spät dokumentiert. Seine schlaf- und verdauungsfördernde Wirkung soll erstmals der arabische Arzt und Botaniker Abdullah Ibn al-Baytar (1197-1248) beschrieben haben, der in Spanien lebte. Der Arzt Christof Wilhelm Hufeland (1762-1836) entdeckte Hopfen als Bittermittel für die Verdauung und als Nervenmittel zur Beruhigung. Johann Christian August Clarus (1774-1854) empfahl in seinem „Handbuch der speziellen Arzneimittel" den Hopfen gegen Appetitlosigkeit bei Magenkatarrhen, für die Magenschleimhaut und bei Schlaflosigkeit. Unabhängig von europäischen Berichten ist die Verwendung des Hopfens auch von nordamerikanischen Indianerstämmen und aus der ayurvedischen Medizin bekannt.

Die Pflanze bei Wala: Hopfen rundet die Komposition des Dr. Hauschka Mandel Johanniskraut Pflegeöl ab, das sensible und trockene Haut beruhigt. WALA Passiflora Nerventonikum, eine Zubereitung mit Passionsblume (Passiflora caerulea) und Hopfen, hilft bei Unruhezuständen und Schlafstörungen.