23.09.2004

Die Geschichte der kosmetischen Haarentfernung: vom Blutegel zum High-Tech-Laser

Der Wunsch nach dauerhafter Haarentfernung ist so alt wie der Wunsch nach makelloser, glatter Haut. Eine der frühesten Anleitungen zur Herstellung einer Substanz zur kosmetischen Haarentfernung wird Cleopatra zugeschrieben: ungelöschter Kalk und Arsen-Tri-Sulfid mit etwas Wasser und Öl. Die so gemixte Paste war zwar außerordentlich effektiv, aber nicht gerade sanft.Substanzen zur Haarentfernung (Depilatorien) gehören zu den vielen kosmetischen Produkten, die bereits in der Antike von Griechen und Römern verwendet wurden: Harze, Pech, Ziegengalle, Eselsfett oder Fledermausblut. Eine weitere anerkanntermaßen effektive Methode zur Haarentfernung war das Auflegen gekochter Blutegel.

Für das Mittelalter gilt als wahrscheinlich, dass Frauen depilierende Substanzen verwendeten, um sich auch die Schamhaare zu entfernen. Nach den Vorschriften des Koran ist es muslimischen Frauen nicht erlaubt, Haare am Körper zu haben. Deshalb hat die Kunst der Haarentfernung in islamischen Ländern eine lange Tradition. Eine populäre Methode war und ist, eine Zuckerlösung auf die Haut aufzutragen, die nach dem Trocknen zusammen mit den unerwünschten Haaren abgelöst wird. Die ersten Kaltwachsstreifen entstanden erst um 1970.

Heute gehen mehr und mehr Frauen dazu über, elektrische Epilierer oder Lasergeräte einzusetzen. Beim Epilierer entfernen Pinzetten die Haare an der Wurzel. Ein lang anhaltendes Ergebnis ist die Folge, denn die Haare brauchen Wochen um nachzuwachsen. Beim Lasern werden die Haarwurzeln zerstört - und der "Nachwuchs" somit dauerhaft gestoppt.