25.07.2011

Uniklinik Köln: Hoffnung für die Schmetterlingskrankheit

Dermatologie: Wenn Berührungen schmerzen

Foto: picture alliance / dpa, Quelle: n-tv.de
Blasen auf der Haut, Entzündungen, Risse und – Schmerzen. Die so genannte Schmetterlingskrankheit ist eine Erbkrankheit, die zur Loslösung der Oberhaut (Epidermis) von der Lederhaut (Dermis) führt. Zwei bis drei von 100.000 Menschen leiden unter dieser seltenen Krankheit. Die Haut der Betroffenen ist dabei so empfindlich, dass jede Berührung zur Qual wird.

Deutsche Forscher haben nun herausgefunden, wie es zu den schlimmen Berührungsschmerzen bei der Krankheit kommt, indem sie die Funktion des Strukturproteins Laminin-332 untersuchten. Ihr Befund: Das Protein ist nicht nur Klebstoff für die Hautschichten, sondern hemmt bei Gesunden auch einen Teil der Reizweiterleitung der Nerven sowie ihre Verästelung.

Laminin hat die Aufgabe, die Oberhaut und Lederhaut flexibel miteinander verbinden. Das Protein spielt dabei die Rolle des „Klebstoffs“. Ist es nicht mehr vorhanden, so führt das zu der Schmetterlingskrankheit. Vor allem die Schmerzen der Patienten bei Berührungen führten zum Namen: ihre Haut muss man so vorsichtig wie einen Schmetterlingsflügel anfassen. Die neuen Forschungsergebnisse geben demnach Hoffnung auf künftige Heilungschancen.