22.09.2006

Dermatologen empfehlen verstärkten Hautschutz zu Hause

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Hautärzte fordern, dem Hautschutz im privaten Bereich mehr Beachtung zu schenken. Die herausragende Position der Hauterkrankungen unter den Berufserkrankungen ist seit langem bekannt. Geeignete Maßnahmen haben hier deutliche Verbesserungen gebracht. Zu Hause aber, so die Experten beim 8. Internationalen Hautschutztag in Krefeld, würden die meisten Menschen das Thema Hautschutz eher als untergeordnet bis unbedeutend einstufen. Dabei seien die Ursachen für das so genannte "Hausfrauen-Ekzem" die gleichen wie für beruflich bedingte Ekzeme der Haut. Die Zahl der Menschen, deren Haut durch Haus-, Gartenarbeit oder Heimwerken Schaden nähme, liege im Dunkeln.

Hautschutz zu Hause sei genauso wichtig wie Hautschutz im Beruf. Allerdings sei das Problem, so die Dermatologen, im privaten Bereich schwerer zu lösen. Verbesserte Aufklärung kann hier zweifelsfrei helfen: Die größten Feinde gesunder Haut sind zu viel Wasser und ungeeignete Pflegemittel. Im Klartext: Zu häufiges Händewaschen sowie alkalische Seifen, Spülmittel und Haushaltsreiniger, aber auch ungeeignete Feuchtigkeitscremes schaden der Haut.

Die Hautärzte empfehlen stattdessen alkalifreie Waschsubstanzen und Handcremes mit hochwertigen Fettstoffen, um den Säureschutzmantel zu schonen und die Hautbarriere zu unterstützen. Am Tag eignen sich leichte Öl-in-Wasser (O/W)-Cremes, da sie besonders schnell einziehen. In der Nacht pflegen fettreiche Wasser-in-Öl-(W/O)-Cremes die Hände am besten. Zieht man zusätzlich Baumwollhandschuhe darüber, so pflegen die Wirkstoffe noch intensiver. Besonders wichtig: Schutz durch Handschuhe bei der Hausarbeit. Empfohlen werden solche aus PVC oder Plastik, da Gummihandschuhe Allergien auslösen können. Generell sollten sie nicht länger als 20 Minuten am Stück getragen werden. Anschließend sollten sie ausreichend lange austrocknen. (Quelle: Hautstdat/Dermaforum)