24.05.2007

Damenbart: Ursachen und Therapien

Foto: Pixelio
Bei den meisten Männern ist die Rasur tägliches Ritual. Bei Frauen sind Barthärchen dagegen eher selten zu finden - und werden entsprechend als unangenehm empfunden. «Zum Glück gibt es eine ganze Reihe an Möglichkeiten, diese lang anhaltend zu entfernen», sagt Hautarzt Dirk Meyer-Rogge aus Karlsruhe. «Vor einer Behandlung ist es aber wichtig, die Ursache herauszufinden.» Frauen mit plötzlichem Bartwuchs sollten einen Haut- oder Frauenarzt aufsuchen. «Dieser kann den Typ der Haare ermitteln und herausfinden, ob die zunehmende Behaarung natürliche Gründe hat, oder durch zu viel männliche Hormone ausgelöst wurde», sagt Meyer-Rogge. So könnten beispielsweise bei Frauen, die die Antibabypille absetzen, plötzlich Barthaare sprießen. In diesem Fall sollte der Hormonhaushalt mithilfe von Medikamenten ausgeglichen werden.

Liegt keine Hormonstörung vor, ist die Wachs-Epilation ein weit verbreitetes Mittel. «Diese Methode kann von einer Kosmetikerin oder auch mithilfe eines Epilations-Sets selbst ausgeführt werden», sagt Meyer-Rogge. Allerdings müsse die Enthaarung etwa alle zwei bis vier Wochen wiederholt werden. Nachhaltiger sei eine Laser- oder Blitzlichtbehandlung. «Durch das Licht können die Haarwurzeln in der Tiefe verödet werden», sagt der Hautarzt. Der Erfolg hängt davon ab, in welcher Wachstumsphase sich das Haar gerade befindet. «Normalerweise reichen vier bis fünf Anwendungen, und der Bartwuchs ist für mehrere Jahre gestoppt.» Für Laser- und Blitzlichtbehandlungen beim Hautarzt müssten etwa 100 Euro pro Sitzung bezahlt werden.

Eine Alternative sei, die Härchen hellblond zu färben, dann seien sie kaum sichtbar. Von Enthaarungscremes rät der Hautarzt dagegen ab. «Sie enthalten chemische Substanzen, die die Haut reizen. Das kann zu Entzündungen führen», betont der Mediziner. Ein hartnäckiges Gerücht, dass die Barthaare umso schneller wachsen, je häufiger sie entfernt werden, stimme übrigens nicht. «Das ist nur ein subjektives Gefühl. Haare sprießen immer gleich schnell», betont der Dermatologe. «Jeder sieht, wenn ein Barthaar den ersten Millimeter wächst. Aber kaum jemand nimmt den Unterschied wahr, wenn es sich von sieben auf acht Millimeter verlängert.» (Quelle: NetDoktor)