19.04.2007

Bowtech-Methode: Entspannungsmassage mit sanften Griffen

Foto: www.bowtech.de
Die körpereigenen Kräfte mit sanften Griffen wecken - das ist das Ziel der Bowtech. Die ganzheitlichen Anwendungen sollen die Körperfunktionen ausbalancieren und für mehr Wohlbefinden sorgen. Die in Australien entwickelte Methode ist mittlerweile im Angebot von zahlreichen Fitnesscentern, aber auch in Arzt-, Heilpraktiker-, und Physiotherapiepraxen zu finden. «Bowtech ist eine ganz sanfte Muskel- und Bindegewebsanwendung. Ziel ist eine tiefe Muskelentspannung«, sagt Bernd Leidich, Vorsitzender von Bowtech Deutschland. Im Gegensatz zu Massagen oder der Chiropraktik dringen die Hände des Anwenders, Practitioner genannt, bei der Methode nicht in tiefere Hautschichten ein, sondern bleiben an der Oberfläche. Die sanften Griffe müssen nicht auf der nackten Haut ausgeführt werden. Man spürt sie auch durch leichte Kleidung. Vor Beginn einer Sitzung steht das Gespräch. Der Practitioner erfragt, ob und wo Beschwerden im Körper vorliegen. Darauf kann er die Behandlungseinheit abstimmen. Sie besteht aus gezielten Griffen oder rollenden Bewegungen, die vorsichtigen Druck auf das Bindegewebe ausüben. «Charakteristisch für Bowtech sind aber die langen Pausen. So verlässt der Practitioner nach einigen sanften Anwendungen zwei bis drei Minuten den Raum», sagt Leidich. In dieser Zeit entfalte sich die stimulierte Wirkung. «Wir aktivieren im Körper quasi den inneren Doktor, der innerhalb von einigen Minuten aktiv wird.»

Die Technik solle bei Beschwerden im Bereich von Schultern, Armen oder den Ellenbogen helfen. Auch Menschen mit organischen Leiden kommen regelmäßig zur Bowtech-Anwendung. «Die Methode wirkt unterstützend, um den ganzen Organismus wieder in Balance zu bringen», betont Leidich. «Viele Menschen fallen während der Behandlung in einen tiefen Entspannungszustand. Das hilft, Beschwerden abzubauen und den Alltag besser zu verarbeiten.» Eine Einheit dauert etwa 45 bis 60 Minuten. Damit die Impulse vom Körper nachhaltig verarbeitet werden, sollte die nächste Anwendung erst nach fünf bis zehn Tage erfolgen. «Eine deutliche Reaktion wird meist nach drei oder vier Behandlungen wahrgenommen», erläutert Leidich. Benannt ist Bowtech nach ihrem Erfinder Tom Bowen. Der Australier entwickelte die Technik ab den 40er Jahren, um verletzten Fußballspielern Linderung zu verschaffen. Heute findet die Methode in vielen Teilen der Welt Anwendung, seit Anfang der 90er Jahre auch in Deutschland. (Quelle: Netdoktor)