15.10.2012

Wala Pflanze des Monats Oktober

Berberitze – gesundes Gift

Foto: Wala Arzneimittel GmbH
Die Berberitze - auch Bubenstrauch, Kuckucksbrot oder Sauerdorn genannt – kommt aus Asien und enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe. Ihre Früchte bestehen aus Vitamin C, Zucker, Fruchtsäuren, Mineralstoffen und Spurenelemente. Ein Auszug aus der Wurzelrinde hilft bei Leberstauungen und ungenügender Gallebildung, Appetitlosigkeit, Verstopfung, deren Ursache eine unzureichende Gallemenge ist, sowie bei trockenen Hauterkrankungen. Marmelade oder Saft aus den reifen Früchten regen den Appetit an.

In der ehemaligen österreichischen Monarchie waren ein Teezusatz aus den Früchten und saure Bonbons mit dem Namen "Weinscharl" beliebt. Die Bonbons sind noch heute bei der k.u.k. Hofzuckerbäckerei Demel erhältlich. Die Perser würzen mit den in Öl und Zucker gedünsteten Berberitzenfrüchten Fleisch- und Reisgerichte. Achtung: Alle Pflanzenteile, mit Ausnahme der reifen Früchte, sind wegen der enthaltenen Alkaloide schwach giftig.

Die Pflanze bei Wala: Blütenfarbe in Holz und Wurzel, zu Dornen geformte Blätter, mit der Reife saurer werdende Früchte: In der Berberitze scheint einiges durcheinander geraten zu sein. Doch genau das zeichnet sie als potente Heilpflanze aus. Für Wala Arzneimittel sammeln die Wala Gärtner im Herbst die Früchte, im Winter graben sie Teile der Wurzel aus. Die Berberitze stärkt die Schleimhäute. Sie ist in vielen Wala Arzneimitteln gegen Erkältungssymptome der oberen Luftwege sowie gegen entzündlich-deformierende Erscheinungen der Harnwege sowie Reproduktions- und Fortpflanzungsorgane enthalten. Die verarbeiteten Früchte finden sich z.B. in Wala Nasenbalsam (auch für Kinder erhältlich). Die Wurzel ergänzt u.a. Wala Berberis/Apis comp. bei Harnwegserkrankungen, Wala Chelidonium Kapseln zur Anregung der Galletätigkeit.