19/07/2012

Ausbildungsmöglichkeiten in der medizinischen Fußpflege (Quelle: Berufsfachschule Sevgi Schäfer)

Ausbildungsstandards für Fußpfleger und Podologen

Foto: © 2012 Berufsfachschule für Kosmetik & Make-up Sevgi S
Gepflegte Füße gehören heute zum guten Ton und sind so selbstverständlich wie der regelmäßige Besuch beim Friseur oder der Kosmetikerin. Die Fußpflege ist ein anspruchsvolles und vielseitiges Tätigkeitsgebiet mit guten Verdienstmöglichkeiten. Wer sich für die krisensichere Branche interessiert, kann zwischen verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten wählen:

Traditionell unterscheidet man in der Fußpflege zwischen einer Pediküre, also einer kosmetischen Fußpflege, und einer medizinischen Fußpflege. Im Fachgebiet der med. Fußpflege gibt es seit nunmehr 10 Jahren auch den Beruf des Podologen. Mit dem Inkrafttreten des Podologengesetzes (PodG) vom 02. Januar 2002 darf nur ein Podologe die Berufsbezeichnung med. Fußpfleger oder med. Fußpflegerin führen.

Ein Fußpfleger arbeitet in den kosmetischen Dienstleistungen, ein Podologe ist in der nichtärztlichen Heilkunde am Fuß tätig. Die Ausbildung zum Fußpfleger oder Fachfußpfleger wird häufig an Berufsfachschulen für Kosmetik und Fußpflegeschulen angeboten oder direkt durch Firmen, die Produkte und Instrumente für den Fachbereich Fuß anbieten. Die Ausbildung zum medizinischen Fußpfleger oder Podologen hingegen ist staatlich geregelt. Häufig sind Podologenschulen auch mit Heilpraktikerschulen kombiniert.

Die Ausbildung zum Podologen umfasst in der Regel 2000 Stunden innerschulischen Theorie- und Praxisunterricht, sowie 1000 Stunden Praktika. Am Ende der Ausbildung sind schriftliche, mündliche und praktische Prüfungen abzulegen. Die erfolgreiche Teilnahme berechtigt zum Führen des Titels „Podologe bzw. medizinischer Fußpfleger“. Der Podologe darf Tätigkeiten ausüben, die ein Fußpfleger nicht kann. Dazu gehören u.a. weiterführende Heilbehandlungen, die ausdrücklich durch einen Arzt angeordnet wurden. Eine Podologie-Praxis hat auch den Rechtsanspruch, Rezepte entgegen zu nehmen und diese mit den Krankenkassen abzurechnen.

Die übrigen Ausbildungen in der kosmetischen und medizinischen Fußpflege sind nicht einheitlich geregelt, so dass die Angebote genau untersucht und verglichen werden sollten. Bei der kosmetischen Fußpflege wird nur am gesunden Fuß gearbeitet. Die Inhalte der Ausbildung beschränken sich auf das fachgerechte Kürzen der Fußnägel, Reinigen von Nagelpfalz und Fußzwischenraum, Abtragen leichter Hornschwielen und das Feilen und Lackieren der Nägel. In der Ausbildung in der medizinischen Fußpflege steht die Problemfußpflege im Vordergrund. (Quelle: Berufsfachschule für Kosmetik & Make-up Sevgi Schäfer)