01.12.2010

Dermaviduals: Gegenüberstellung von kosmetischen und pharmazeutischen Wirkstoffen

Arzneimittel oder Kosmetik?

Fotoquelle: derprivatpatient.de
Wenn die Kosmetikerin sieht, dass ein Hautzustand ihre Kompetenz übersteigt, dann rät sie zu einem Arztbesuch. Die Grauzone zwischen pharmazeutischen und kosmetischen Präparaten wird zunehmend größer - was die Wirkversprechen und Wirkung betrifft. Für die Kosmetikerin bedeutet dies einen Kompetenzzuwachs, da sie viele Problemhäute effektiver behandeln kann. In der Begeisterung muss sie aber ihre Grenzen kennen, sonst kommt sie mit der Ärzteschaft und vor allem mit dem Gesetz in Konflikt. Lindern und heilen schließt die Kosmetikverordnung explizit aus. Wo hört die Problemhaut auf und wo beginnt die ärztliche Indikation? Eine sehr schwierige Frage, die auch die mit der Gesetzgebung befassten Experten in vielen Fällen nicht beantworten können.

Trockene Haut ist die Folge einer Barrierestörung. Natürlich ist diese Haut besonders empfindlich, denn wenn die Hautfeuchte in Form von Wasserdampf ungehindert die Hautbarriere passieren kann, dann trifft dies umgekehrt auch für das Eindingen irritierender Arbeitsstoffe, Allergene und Mikroorganismen zu. Es kommt zu Rötungen und Juckreiz. Ist dies immer noch eine trockene Haut oder schon ein atopisches Ekzem? Schwer zu sagen - vielfach auch für den Arzt.

Fest steht, auch diese Haut benötigt eine Hautpflege. Trockene, nicht irritierte Haut kann man kosmetisch mit einer fettstoffreichen Creme pflegen, die mit einem NMF (Aminosäuren, Harnstoff) und Hyaluronsäure ausgerüstet ist. Die atopische Haut verlangt zusätzlich Stoffe, die anti-entzündlich wirken, Juckreiz mildern und Rötungen beruhigen. Die ideale Barrierecreme kann durchaus tatsächlich alle Symptome beseitigen. Trotzdem darf sie keine Linderung oder Heilung versprechen.

Eine hilfreiche Liste hat das Kosmetikunternehmen Dermaviduals auf seiner Homepage veröffentlicht: Dort findet man eine alphabetisch aufgelistete Gegenüberstellung von pharmazeutischen und kosmetischen Wirkstoffen bei bestimmten Hautsymptomen. (Quelle: dermaviduals)