02.11.2004

Aqua Foundation - "trockenes Wasser" als neues Konzept für dekorative Kosmetik

Klingt paradox, bezeichnet aber einen geeigneten Rohstoff für Körperpflege- und Kosmetikartikel: "trockenes Wasser". Unter der Bezeichnung "Aqua Foundation" entwickelten Forscher ein Kosmetikkonzept, das Struktur, Stabilität und Hautgefühl von Cremes, Lotionen und Make-up-Präparaten verbessert. Mit dem Verfahren "trockenes Wasser" (chemische Bestandteile: Siliziumdioxid und Wasser) werden flüssige Lösungen in pulverförmige Produkte umgewandelt. Ausgangspunkt ist dabei die Kieselsäure, die sowohl wasserbenetzbare (hydrophile) als auch wasserabstoßende (hydrophobe) Eigenschaften besitzt und so das Paradoxon "trockenes Wasser" erklärt.

Durch den Zusatz von Silikon-Ölen und -Tensiden wird das Pulver in eine Creme überführt, die beim Verreiben das in ihr enthaltene Wasser wieder freisetzt, das zum Teil verdunstet und in die Haut eindringt und so nur das gewünschte Make-up übrig lässt. Ein Make-up auf Wasserbasis ist besonders hautverträglich und hat zudem eine angenehm kühlende Wirkung. In Nagellacken sorgt die Kieselsäure für eine gleichmäßige Verteilung der Pigmente, auch dem Verklumpen von Haarfärbemitteln wird mittels Kieselsäure vorgebeugt.

Experten sprechen von diesem Verfahren als "Dry-Water-Effekt" und sehen darin eine vielversprechende Grundlage, auf der Kosmetikfirmen neue Produkte aufbauen können.

Quelle: Degussa