02.09.2004

„Stopp dem Nach-Wuchs“: Tipps gegen übermäßigen Haarwuchs

Der Fachbegriff lautet Hirsutismus und bezeichnet den oft verhassten, übermäßigen Haarwuchs bei Frauen. Einer Legende zufolge soll sich schon König Salomon über behaarte Frauenbeine und Damenbart abwertend geäußert haben: "Dem Mann ist die Behaarung eine Zierde, der Frau gereicht sie jedoch zur Schande." Hirsutismus ist natürlich keine Schande, sondern für Betroffene ein oft belastendes Problem. Tägliches Rasieren reicht zum Teil nicht aus und ist zudem lästig und zeitaufwendig.
Meistens ist Hirsutismus (lateinisch "hirsutus" = borstig) genetisch bedingt, stellen sich aber mit dem verstärkten Haarwuchs auch Monatsbeschwerden und Akne ein und klingt die Stimme tiefer, ist von einer Hormonstörung auszugehen, die in ärztliche Behandlung gehört. Ein hormonell bedingter Damenbart liegt meist an den männlichen Sexualhormonen (Androgene) und kann mit Anti-Androgenen behandelt werden.
Die übrigen Betroffenen müssen auf äußerliche Entfernungsmittel zurückgreifen. Wer selbst Hand anlegen will, sollte sich für die Wachsmethode entscheiden: zwar schmerzhaft, aber wirksamer als Rasur oder Enthaarungscreme, da sie den Haar-Nachwuchs für mehrere Wochen stoppt.

Auch für die professionelle Enthaarung gilt die Devise: Wer schön sein will, muss leiden. Die Elektro-Epilation ist schmerzhaft und aufwendig, denn jedes Haar muss einzeln behandelt werden. Dafür verspricht sie aber eine jahrelange Haarfreiheit. Eine wirksame Alternative ist das Lasern: Bei dieser Methode, die nur etwas piekst und juckt, werden die Haarwurzeln bestrahlt, bis das Blutgefäß, das die Wurzeln versorgt, verödet. Binnen einer Woche stößt der Körper diese Haare ab. Bis zu zehn Sitzungen sollte man für ein gutes Ergebis einkalkulieren und während der Lasertherapie jegliche Sonnenbestrahlung meiden, da sie Pigmentflecken hervorrufen kann.