07.08.2005

"Saubere Sache": hygienische Händedesinfektion im Institut

Foto: Bode Chemie
Es ist unumstritten, dass Hände Infektionen übertragen können. Schließlich haben sie von allen Körperregionen des Menschen den häufigsten Kontakt mit der Umwelt. Das Risiko, im Rahmen ärztlicher und kosmetischer Aktivitäten Mikroorganismen auf die Hände aufzunehmen oder diese an unerwünschten Stellen zu deponieren, ist daher entsprechend groß. Die einzig richtige Methode zur Vorbeugung ist die korrekte hygienische Händedesinfektion. Die richtige Wahl dafür sind alkoholische Einreibepräparate. Ziel der hygienischen Händedesinfektion ist es, Mikroorganismen noch auf den Händen selbst unschädlich zu machen, ohne sie, wie beim Händewaschen, in die Umgebung zu verstreuen. In der BRD gilt nach wie vor die strenge hygienische Händedesinfektion als das sicherste Verfahren, Keime ungefährlich zu machen. Hände- und Hautdesinfektionsmittel unterliegen dem Arzneimittelgesetz und damit vor ihrer Zulassung strengen pharmakologisch-toxikologischen Prüfungen, sowie Verträglichkeitsprüfungen der Haut und Schleimhaut und Prüfungen auf allergiesierende Wirkung.

Bei der Vielzahl notwendiger Desinfektionsmaßnahmen wird die gute Hautverträglichkeit eines Präparates zu einem entscheidenden Bewertungskriterium: Geschädigte Haut ist nicht mehr desinfizierbar - Händedesinfektionsmittel müssen Bakterien, Hautpilze und Viren gezielt und schnell abtöten. Bei der hygienischen Händedesinfektion sollte dieser Effekt in mindestens 30 Sekunden., bei der chirurgischen Händedesinfektion in 3 Minuten erreicht werden können. Zur Hautdesinfektion sollten vornehmlich Mittel auf der Wirkstoffbasis von Alkoholen oder Jodtinktur bzw. entsprechende Austauschpräparate verwendet werden.

Die Desinfektion wird durchgeführt, indem die Hände zunächst mit einem Desinfektionsmittel eingerieben und dann gewaschen werden. Bei grober Verschmutzung werden die Hände vor der Desinfektion abgespült. Es ist wichtig, die Hände dann ausgiebig zu trocknen, da der Alkohol des Desinfektionsmittels durch zurückgebliebene Feuchtigkeit verdünnt wird. Die Händedesinfektion unterteilt sich in sechs Schritte, die in erster Linie sicherstellen, dass die Fingerzwischenräume, die Fingerkuppen und die Nagelfalze mit dem Desinfektionsmittel benetzt werden. Hautdesinfektionsmittel werden als gebrauchsfertige Tinktur und als Spray angeboten - wie z. B. "Sterillium" von Bode Chemie (siehe Foto).