09.12.2005

"Multitalent Myrrhe" ist Wala-Pflanze des Monats

Myrrheharz / Foto: Wala
Ihr Name klingt nach Weihnachten, exotischen Ländern und kostbarem Wohlgeruch. Was wir als Myrrhe kennen, ist das Gummiharz eines kleinen, bis zu 3 Meter hoch werdenden Baumes. Myrrhe gehört zu den ältesten bekannten medizinisch und kultisch verwendeten Pflanzen. Bereits vor 3000 Jahren fand sie Erwähnung in verschiedenen Mythologien und medizinischen Schriften. Der wichtigste Einsatzbereich der Myrrhe waren bis in das vierte und fünfte vorchristliche Jahrhundert kultische Räucherungen. Die Ägypter opferten damit dem Sonnengott Ra. Ägypter und Juden balsamierten in antiker Zeit ihre Verstorbenen unter anderem mit Myrrhe als Zutat ein.

Die griechische Mythologie erzählt die Geschichte von Smyrna. Aphrodite soll sie verzaubert haben, woraufhin sie sich in ihren Vater Kinyras, Priester und König von Zypern, verliebte und ihn verführte. Nach zwölf Nächten war sie schwanger. Als ihr Vater erfuhr, wer ihn verführt hatte, wollte er seine Tochter töten. Smyrna wünschte sich, unsichtbar zu sein und bat die Götter um Hilfe. Diese verwandelten sie daraufhin in einen Myrrhenbaum. Smyrna weinte bitterlich darüber: bittere Myrrhenharztränen. Nach neun Monaten gebar sie Adonis. Smyrna ist übrigens das griechische Wort für Myrrhe.
Die Bibel erwähnt die Myrrhe unter anderem bei der Geburt Jesu: Die Drei Heiligen Könige aus dem Morgenland brachten dem Jesuskind Gold, Weihrauch und Myrrhe als Geschenk. Jede Gabe hatte eine symbolische Bedeutung. Gold stand für das Königtum, Weihrauch für die Heiligkeit und Myrrhe für das Leiden.

Ob in Ägypten, China oder im Orient: Überall wussten die Menschen um die wundheilende Wirkung der Myrrhe und behandelten mit ihr Wunden, Geschwüre und Eiterungen. Orientalische Frauen nutzten die desodorierende Wirkung der Myrrhe und rieben sich die Achselhöhlen mit dem Harz ein. Die ayurvedische Medizin Indiens setzt Myrrhe zusätzlich gegen rheumatische Beschwerden und erhöhten Cholesterinspiegel ein. Die Mediziner des Mittelalters behandelten mit der Myrrhe neben Entzündungen des Mund-Rachen-Raumes so genannte "Verschleimungen" verschiedener Organe, besonders von Magen, Darm, Lunge, Gebärmutter und Harnblase. Myrrhenharz wirkt desinfizierend, zusammenziehend und fördert die Wundheilung. Äußerlich angewendete Tinkturen mit dem Harz helfen sehr gut bei Entzündungen im Mund, Rachen und am Zahnfleisch. Die Volksmedizin nutzt Myrrhe zusätzlich bei leichten Darmerkrankungen und Husten. Zudem fixiert Myrrhe andere Düfte und ist deshalb ein häufiger Zusatz in Parfummischungen.

In WalaVita Mundwasser ergänzt Myrrhe die zusammenziehende Komposition mit Ratanhia und Tormentill, die das Zahnfleisch stärkt und strafft. WALA Aurum comp. mit potenziertem Gold, Weihrauch und Myrrhe harmonisiert und stabilisiert den Menschen bei Störungen des Nervensystems, psychischen Erkrankungen oder Herz-Kreislauf-Störungen. (Quelle: Wala Arzeimittel)