18.12.2004

"Eiskalt erwischt!" - Thermotherapie mit Kälteanwendungen

Fotoquelle: www.medien-werkstatt.com
Kälte betäubt, das hat jeder schon einmal bei kleinen Verbrennungen oder Verletzungen festgestellt. Physiotherapeutische Kälteanwendungen werden bei schmerzhaften Reizerscheinungen bzw. akuten entzündlichen Prozessen lokal durchgeführt. Es gibt kurzzeitige und länger andauernde Anwendungen. Schmerzlindernd wirkt dabei u.a. die Herabsetzung des örtlichen Stoffwechsels, weil sich die Blutgefäße verengen, und die Blockierung der Nervenleitung aktiviert wird.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Anwendung, z. B. Kühlspray, Eiseinreibungen oder Eispackungen, Kältepackungen mit Kühlgelbeuteln und maschinelle Kälteanwendungen durch tiefgekühlte Luft oder Stickstoff. Nasskalte Wickel sind ein seit langem bekanntes Hausmittel gegen Schmerzen. Kneipp'sche Anwendungen, Güsse und Waschungen ... die Palette der Möglichkeiten ist vielfältig. Viele einfache Kälteanwendungen können ohne Probleme zu Hause angewandt werden. Bei chronischen Schmerzen werden oft Kuren mit einer Mindestdauer von drei Wochen empfohlen, bei denen Kälteanwendungen nur einen Teil des Behandlungsplanes ausmachen.

Eine Besonderheit ist die Kältekammer, die u.a. speziell angewandt werden kann bei: chronisch entzündlichen Gelenk-, Wirbelsäulen- oder weichteilrheumatischen Erkrankungen sowie bei chronischen Schmerzen und Kopfschmerzen.

Quelle: www.medizininfo.de