06.11.2004

"Die Milch macht's" - Milchextrakte und ihre Wirkstoffe in Kosmetika

Der Milch werden seit jeher viele positive Eigenschaften zugeschrieben. So mache sie nicht nur "müde Männer munter" und gilt als wichtiger Mineralstofflieferant, auch im kosmetischen Bereich haben Milchextrakte längst Einzug gehalten. Nicht erst seit "Milky Way" wissen wir um die Möglichkeit des Milchbades - schon Kleopatra soll ihre sagenumwobene Schönheit unter anderem durch ausgiebige (Esels-)Milchbäder gepflegt und ihre Haut so vor vorzeitigem Austrocknen geschützt haben.

Seit die Kosmetikforschung in Labors die Wirkstoffe der Milch erforscht, erlebt die "Milchkosmetik" einen zweiten Frühling, und zahlreiche Kosmetikfirmen nutzen das Wissen um die Wirkstoffe des "Muntermachers" für die Entwicklung ihrer Pflegeprodukte. So enthält zum Beispiel das Milcheiweiß Cytokine bestimmte Wachstumsfaktoren mit hormonähnlicher Wirkung. Es stimuliert die Zellteilung und das Zellwachstum und eigenet sich somit bestens als Bestandteil von Anti-Aging-Produkten. Bei juckender Kopfhaut helfen Molkeprodukte in Verbindung mit speziellen Kräutern, die gestresste Haut zu beruhigen.

Unter den etwa 2000 Milchinhaltsstoffen zählen viele wertvolle Substanzgruppen, die zu einer "Haut wie Milch und Honig" verhelfen: Milchfett beruhigt gereizte Haut und wirkt zudem rückfettend, Milchzucker und deren Säure binden Feuchtigkeit, und die Milchvitamine A und E gelten als natürliche Antioxidantien und beugen so vorzeitiger Hautalterung und Faltenbildung vor. Zumindest in diesem Sinne dürfte der Volksmund Recht haben: Milch macht müde Männer munter - beim Anblick "michzarter" Frauenhaut.